Ich bin im vorigen Jahrhundert aus einem Versehen der Natur nicht in New York, sondern in Salzburg geboren und aufgewachsen.
 Thomas Bernhard hat mit jedem Wort recht.

Meine Zeit an der Universität (Jus, Publizistik, Politik, Germanistik, Anglistik) war für die Welt der Wissenschaft absolut verzichtbar.

Dann war ich Geschäftsführer einer Jugendorganisation, Journalist, gründete ein preisgekröntes Jugendmagazin, arbeitete als Regieassistent und in der PR-Branche.

Gleichzeitig habe ich als Autor gearbeitet. Mal mehr, mal weniger, je nach Zeit.

Meine beiden Welten hielt ich streng getrennt.

Ich wollte nicht als einer von den Werbetypen wahrgenommen werden, die überzeugt sind, der bessere Hemingway zu sein, weil sie bis über beide Ohren in sich selbst verliebt sind. Oder als erfolgloser Autor, der sich sein Gnadenbrot als Industrielyriker verdienen muss.

Bei mir war's anders. Ich habe mein Leben lang in beiden Bereichen professionell gearbeitet, also meine Geld verdient. Das sollte sich als echtes Glück erweisen.

Weil jeder, der in der Werbung landet, irgendwie dort hinkommt, bin ich irgendwie in der Werbung gelandet.

Ich heuerte in einer ganz kleinen Agentur als die Creativabteilung an und war auch in Beratung und Produktion eingesetzt. Dadurch konnte ich unfassbar viel in jedem Bereich des Agenturlebens lernen. Wer meine damaligen Arbeiten als Graphic Designer sieht, versteht, weshalb ich Texter wurde.

Die Werbebranche war damals noch cool. Ich nicht.

Das war die Zeit, als in der Werbung irre Geldmengen verdient wurden. Man fuhr schöne Autos, hatte schnelle Frauen und war stets ein bisschen mehr verkatert als unbedingt nötig. Die anderen jedenfalls. Zumindest haben sie das herumerzählt und ich hab's geglaubt.

Wir taten, was wir konnten, manchmal war es sogar umgekehrt.

Damals kamen 360°-Branding und die integrierten Kampagnen auf. Ich hatte keine Ahnung, was das sein soll. Aber nachdem ich mich damit beschäftigte verstand ich, dass es offenbar eine Menge Experten gab, die das bis jetzt nicht so gemacht haben.

Ich will auch heute immer alles wissen, was es so gibt.

Dann war ich Partner in einer anderen Werbeagentur, baute dort das PR-Business auf und den Standort in Wien. Ausserdem war ich dort Texter und CD, aber meistens nicht.

Weil ich creativ arbeiten muss, gründete ich, aus Notwehr sozusagen, mit Alois Grill als Business-Partner Grill+Gull. Alois Business – Markus Creation. Wir hatten eine Menge Spaß und phänomenalen Erfolg.

Damals kam Planning auf. Ich hatte keine Ahnung, was das sein soll. Aber nachdem ich mich damit beschäftigte verstand ich, dass es offenbar eine Menge Experten gab, die das bis jetzt nicht so gemacht haben.

Mitunter beschlich mich das Gefühl, dass sich in meinem Leben manches wiederholt.

Das Schwierigste war, für Grill+Gull ausreichend viele Top-Mitarbeiter in Salzburg zu bekommen. Es war ja niemand so blöd, vom Zentrum Wien nach Salzburg zu übersiedeln.

Also holten wir einige Leute aus dem Ausland zu uns. Die kamen gern ins schöne Salzburg, waren aber nicht blöd und deshalb bald in Wien.

Schließlich gingen wir alle nach Wien und mergten mit J. Walter Thompson. Die waren damals ziemlich am Boden, ganz anders als in anderen Ländern. Aber mit der ältesten Agentur der Welt zusammen zu sein, hat schon was. Die haben schließlich alles erfunden.

Grill+Gull·Thompson hatte es am Anfang sehr, sehr schwer. Uns Buben vom Land hat in der Wiener Werber-Community fast jeder ausgelacht. Aber nach einem Jahr waren wir Top 3 und haben auch gelacht.

Alles in allem habe ich für Klienten (href) jeder Größe, national und international aus nahezu jeder Branche gearbeitet.

Das neue Jahrtausend begrüßte ich als freier Autor. Werbung machte ich nur noch ganz selten.

Bis heute schreibe ich als Kolumnist, für TV- und Kinofilme, Fernsehserien, TV- und Radio Shows, internationale Award-Shows, Songtexte, Bücher für Bühnenshows.

Die Comeback-Show für Peter Kraus war auch dabei. Eine Legende! Der Mann hat in den 50er Jahren den Rock'n'Roll nach Deutschland gebracht und war damals sowas wie Justin Bieber heute, aber Tattoo hat er keines, glaube ich.

Musicals schreibe ich auch. Bis jetzt sind sechs davon zusammengekommen. Das erste wurde 2002 ur-aufgeführt, das bislang letzte 2016 und schon nach der zweiten Vorstellung um zwei Monate verlängert.

Wenn du im Theater stehst und das, was du erfunden hast, plötzlich lebendig wird, mitunter sogar noch viel besser, als du es gern geschrieben hättest – es gibt kaum ein Erlebnis, das mit dieser Wonne auch nur annähernd mithalten kann. Jedenfalls keines, bei dem du bekleidet bist.

Ich besuchte eine Menge Workshops und Seminare zum Thema Story, die meisten in den USA. Dabei hatte ich die Idee zu Hero Branding®(href) und begann endlich meine beiden Welten zu verbinden.

Fleißig wie ich bin verbrachte ich zuerst einmal eine Menge Zeit damit, Hero Branding in die völlig falsche Richtung zu entwickeln. Sometimes you win, sometimes you learn.

Im Jahr 2007 gründete ich einem ehemaligen Klienten zuliebe wieder eine Agentur, Gull + Company: Fullservice-Werbung mit Markenentwicklung als Spezialität des Hauses. Das funktionierte wieder sehr gut und machte eine Menge Spaß.

Gleichzeitig entwickelte ich ein großes Entertainment-Projekt N.O.A.H. – No Option At Hand und brachte es nach Hollywood. Los Angeles war super, mein Manager nicht.

Die Erfahrung bei den Companies von James Cameron, Steven Spielberg, Ridley Scott, Leonardo Di Caprio, Roland Emmerich, Michael Bay oder J.J. Abrams etc. gewesen zu sein, kann mir aber niemand nehmen.

Und dass Oscar®-Preisträger Curtis Hanson die Sache machen wollte, fand ich wirklich super. Dass sein Haussender CBS die Geschichte nicht verstand, verstanden wir beide nicht.

Schließlich packte ich alles zusammen und gründete in New York Gull Gotham, in der alles, was ich mache, zusammenkommt: Marketing Communications, Entertainment, Creative Writing.

Jetzt reden alle über Storytelling und Content Marketing. Ich habe aber noch kaum jemanden getroffen, der weiß, wovon er dabei redet. Die allermeisten wissen nicht einmal, was eine Story wirklich ist. Das sind vermutlich die Fachleute in 360°-Branding und Planning.

Ich kenne mich bei Brands und Story aus. Stichwort: The Brand Story Dude.

Von Apfelstrudel und Vanilleeis verstehe ich auch einiges, nur: The Apfelstrudel Dude klingt überhaupt nicht gut.

Mit meiner Company mache ich im Prinzip nur zwei Sachen:
1. Stories erfinden und sie zum Leben erwecken.
2. Unternehmen dabei helfen, ihre Brand Story zu finden und sie lebendig zu machen.

Wir geben Workshops, öffentlich und bei Unternehmen inhouse.

Auch Werbe-, PR- und Media-Agenturen holen uns immer wieder dazu. Dort helfen wir gerne, auch bei Pitches.

Ausserdem schreibe ich ein Buch über Brand Story. Das wird das letzte Buch sein, dass Sie über Brand Story lesen müssen. Jedenfalls, bis ich das nächste schreibe.

Howard Gossage war ein grosser Mann.

Ich bewundere Richard Curtis für seine Liebe, die er in seine Characters, seine gesamte Arbeit und in das Leben überhaupt steckt.

Wenn nichts mehr hilft, dann gibt's immer noch die Beatles.

Man sollte nur mit Menschen arbeiten, mit denen man gerne beim Essen zusammensitzt.

Wenn es stimmt, dass man nicht arbeitet, wenn man das gerne macht, was man machen muss, dann habe ich in meinem Leben wenig gearbeitet und viel gegessen.

Mit der Hand auf Papier zu schreiben/kritzeln/zeichnen bringt bessere Ergebnisse als sofort in seinen Computer zu hacken.

In einer perfekten Welt gibt es weder Excel noch Powerpoint.

Ich bin Krebs, Aszendent Krebs. Was für ein Schicksal.

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