Warum Donald Trump dieselbe Story wie Apple benutzt.

Vor über 30 Jahren führte Apple den Macintosh mit demselben Storymodell ein, mit dem sich Donald Trump ins Weiße Haus manövrierte, und jede Marke kann daraus lernen: starke Storys brauchen starke Gegner.

„Wir gegen die Anderen! Wir, die Guten und Reinen gegen die bösen Eliten!” – Donald Trump versteht es wie alle anderen Demagogen meisterlich, dass eine Gruppe besonders stark wird, wenn sie einen gemeinsamen Feind hat. Am besten einen, dem man mit eigener moralischer Erhabenheit begegnen kann. Da kann man gleichzeitig für etwas sein, aber auch gegen etwas. Und schon brummt einer der kraftvollsten Story-Motoren überhaupt, denn er wird von Emotion getrieben.

Was hatte Hillary dagegen zu setzen? Ja, gute Argumente, harte Fakten und eine Menge Kompetenz – doch Argumente versagen gegen Emotionen kläglich. Ohne Ausnahme. Dazu kommt, dass Hillarys Story sich unterm Strich auf „Ich will ins weiße Haus!” reduzierte und Trump mit „Make America great again” eine Story hatte, die aus den und in die Herzen der Menschen sprang.

Jede Marke kann daraus Entscheidendes lernen, auch wenn es nicht immer möglich ist, einen klaren Gegner zu identifizieren oder ihn so klar anzugreifen wie es in der politischen Auseinandersetzung zum mehr oder weniger guten Ton gehört. Bei Bio-Marken beispielsweise schwingt grundsätzlich ein hoher Moralfaktor mit, den man aktivieren kann. Oder erinnern Sie sich noch an „Ich bin doch nicht blöd?” von Media Markt? – Wir, die Schlauen, gegen die Bösen, die viel zu hohe Preise verlangen und uns für blöd verkaufen wollen …

Die Markteinführung des Apple Macintosh im Jahre 1984 mit dem legendären Superbowl-TV-Spot „1984” in Anlehnung an George Orwells gleichnamigen Roman ist ein exzellentes Beispiel für das Framing mit Gut gegen Böse. Unter der Regie von Ridley Scott, der gerade mit „Blade Runner” und „Alien” für Furore sorgte, wurde die Story mit genau dieser Mechanik inszeniert, die auch Trump benutzte. Hier sind wir, die Macintosh-User. Eine kleine Gruppe Gerechter, die für die Befreiung aus der Knechtschaft des alles dominierenden Big Brother IBM kämpft. Die Guten gegen die herrschende Macht der Elite.

 

 

Die Wirkung einer Story entsteht zuerst in ihren Werten und Emotionen, die sie vermittelt. Erst in zweiter Linie geht es darum, wie sie erzählt wird, und wer sie erzählt, ob Orwell, Apple oder Trump. Wenn Sie die Chance haben, für sich und Ihr Publikum einen gemeinsamen Gegner zu attackieren, tun Sie es. Denn dann haben Sie die besten Voraussetzungen für eine großartige Story!

Bildhinweis: Donald Trump Caricature von DonkeyHotey | License
The Brand Story Dude

Fühlst Du Dich auch nicht wohl?

Mehr

Es gibt nichts Gutes, außer you do it.

Mehr

United Colors of Tralala, oder: Wie Du nicht in die Benetton-Falle tappst.

Mehr

Geh leck!

Mehr

Sommerfrische für deine Seele – das aktuelle Lesebefehl-Paket ist da.

Mehr

Wir reiten in die Stadt.

Mehr

Story oder Content – was jetzt?

Mehr

Ist deine Marke depressiv?

Mehr

F*CK PowerPoint – Fakten treffen nicht ins Ziel.

Mehr

So schreibst Du einen Bestseller.

Mehr

Cookie-Einstellung

Bitte treffen Sie eine Auswahl. Weitere Informationen zu den Auswirkungen Ihrer Auswahl finden Sie unter Hilfe. Kontakt

Treffen Sie eine Auswahl um fortzufahren

Ihre Auswahl wurde gespeichert!

Weitere Informationen

Hilfe

Um fortfahren zu können, müssen Sie eine Cookie-Auswahl treffen. Nachfolgend erhalten Sie eine Erläuterung der verschiedenen Optionen und ihrer Bedeutung.

  • Alle Cookies zulassen:
    Jedes Cookie wie z.B. Tracking- und Analytische-Cookies.
  • Keine Cookies zulassen:
    Es werden keine Cookies gesetzt, es sei denn, es handelt sich um technisch notwendige Cookies.

Sie können Ihre Cookie-Einstellung jederzeit hier ändern: Kontakt.

Zurück